Der Tod gehört zum Leben – und doch fällt es uns oft schwer, ihm ins Gesicht zu schauen. Wir schieben ihn beiseite, solange es geht. Und dennoch begegnet er uns irgendwann: im eigenen Abschiednehmen, im Verlust eines geliebten Menschen oder in der Diagnose einer unheilbaren Krankheit. Gerade in solchen Momenten wird deutlich, wie wichtig Begleitung, Mitgefühl und Menschlichkeit sind. Genau hier setzt Palliative Care an: mit dem Ziel, schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen in einer herausfordernden Lebensphase würdevoll zur Seite zu stehen und ihnen die bestmögliche Lebensqualität zu ermöglichen.
Das Schweizerische Rote Kreuz Uri bietet mit dem «Passage SRK – Lehrgang in Palliative Care» eine fundierte Ausbildung in diesem sensiblen Bereich an. Der Lehrgang entspricht dem Ausbildungsniveau A1 gemäss den Richtlinien von palliative ch. Die Teilnehmenden setzen sich intensiv mit existenziellen Fragen rund um Leben, Sterben und Trauer auseinander. Sie lernen, wie wichtig ein feinfühliger Umgang mit sozialen Beziehungen, körperlichem Wohlbefinden und Kommunikation ist. Dabei reflektieren sie immer wieder ihr eigenes Denken und Handeln – eine zentrale Voraussetzung für eine einfühlsame Begleitung.
Nach 48 Stunden theoretischem Unterricht, vier Praxiseinsätzen in einer Langzeitinstitution und einem persönlich verfassten Abschlussbericht durften die erfolgreichen Teilnehmerinnen am 27. Mai 2026 einen besonderen Moment erleben: In feierlichem Rahmen wurde ihnen das Zertifikat «Passage SRK – Lehrgang in Palliative Care» überreicht. Mit diesem Abschluss sind sie nun bereit, schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige einfühlsam zu begleiten – sei es in Institutionen oder im Rahmen der Nachbarschaftshilfe – und ihnen in einer oft schwierigen Zeit Nähe, Halt und Würde zu schenken.
Die erfolgreichen Teilnehmerinnen: Karin Bernhard, Rita Gisler, Sandra Gisler, Regula Herger, Edith Imholz, Angela Indergand, Marwa Shani, Emma Stadler, Ursula Zurkirchen Zurfluh und Kursleiterin Petra Marschke
